Studien

Studien zum Kindeswohl

Wissenschaftliche Studien zum Kindeswohl bei Trennung sind aktuell noch überschaubar. Hier findet Ihr eine Übersicht wesentlicher Studien (aktuell noch im Aufbau – Unterstützung erwünscht):

Die folgenden Studien beschäftigen sich direkt oder indirekt mit dem Kindeswohl. So weit möglich versuchen wir auch Rückschlüsse auf das Betreuungsmodell zu ziehen. Jeder prägnante Studie werden wir auch in einem Youtube Video anhand von Parametern, Ergebnisse und Schlussfolgerungen kurz für Euch zusammenfassen. Also Youtube Kanal abonnieren lohnt sich! Wer mitmacht wird verlinkt!

KGPG
Kindeswohlgefährdung per Gesetz

Harvard-Studie – Hat Kindesmisshandlung einfluss auf Vererbung?

Folgende Studie ist wissenschaftlich eine Revolution, sollte sie durch weitere Studien bestätigt werden können. Weitere ähnliche Studien, selbst in Deutschland, laufen bereits:

Können Traumata, also Erfahrungen das Erbgut beeinflussen? Das Erfahrungen von Eltern letztlich über Erziehung an die nächste Generation weitergegeben werden, ist unlängst bekannt. Aber können bestimmte Erfahrungen das Erbgut beeinflussen?

Übersetzung:

Kindesmissbrauch hinterlässt molekulare „Narben“ in der DNA des Spermas von Opfern, wie neue Studien zeigen

„Wir wissen bereits, dass es viele Verhaltensmechanismen gibt, durch die Traumata negative Auswirkungen auf die nächste Generation haben … Dies ist ein weiterer möglicher Weg“

Wissenschaftler fanden heraus, dass Missbrauch in der Kindheit mit Veränderungen in der DNS der Spermien der Opfer zusammenhing.

Kindesmissbrauch kann Spuren hinterlassen, die noch tiefer gehen als psychologische Traumata, indem sie sich physisch in die DNA der Menschen eingraben, so eine neue Harvard-Studie.

Forschungen, die auf einer kleinen Stichprobe von Männern basieren, fanden Unterschiede im chemischen Kennzeichen innerhalb des genetischen Codes derjenigen, die Missbrauch als Kinder erlebt haben.

Die Wissenschaftler untersuchten einen chemischen Prozess namens Methylierung in DNA aus Spermaproben und fanden deutliche Unterschiede, die zwischen Opfern und Nicht-Opfern zu unterscheiden schienen.

Diese Ergebnisse deuten nicht nur auf eine langfristige physische Auswirkung eines Traumas hin, sondern das Vorhandensein dieser Veränderungen in den Samenzellen legt nahe, dass ihr Vermächtnis möglicherweise sogar zwischen den Generationen weitergegeben wird.

„Wir wissen bereits, dass es viele Verhaltensmechanismen gibt, durch die Trauma negative Auswirkungen auf die nächste Generation hat“, sagte Harvard-Wissenschaftler Dr. Andrea Roberts gegenüber The Independent.

„Trauma beeinflusst offensichtlich das Verhalten von traumatisierten Menschen. Es macht sie oft depressiv, es gibt ihnen eine posttraumatische Belastungsstörung, und diese psychischen Gesundheitsprobleme beeinflussen ihre Erziehung und beeinflussen die Kinder.

„Dies ist ein weiterer möglicher Weg.“

Die Methylierung ist ein Prozess, bei dem eine Struktur, die als Methylgruppe bezeichnet wird, zu einem DNA-Strang hinzugefügt wird und als „Dimmerschalter“ für Gene fungieren kann.

Obwohl die Erforschung dieses Prozesses noch in den Kinderschuhen steckt, glauben Wissenschaftler, dass sie von Bedingungen wie Lebenserfahrungen und der physischen Umwelt beeinflusst wird.

Während Methylierungsmarkierungen auf der DNA von einigen Kommentatoren als „molekulare Narben“ beschrieben wurden, sagte Dr. Roberts, dass der Einfluss – positiv oder negativ – dieses Prozesses beim Menschen noch weitgehend mysteriös ist.

Umfangreiche Experimente an Mäusen haben jedoch nahegelegt, dass Methylierung, wenn sie auf Samenzellen trifft, Gesundheitsprobleme auf die Nachkommen übertragen kann.

„Einige sehr gute Befunde von Mäusen haben gezeigt, dass Stressfaktoren im frühen Leben die Spuren auf den Spermien beeinflussen und dann wiederum die Gesundheit der Nachkommen beeinflussen, was zu einer Art ängstlichem Verhalten führt“, sagte Dr. Roberts.

In ihrer Stichprobe von 34 Männern, die alle an einer Langzeitstudie teilnahmen, die von der TH Chan School of Public Health der Universität Harvard koordiniert wurde, 22 hatten als Kinder eine Art Missbrauch erlitten.

Innerhalb dieser Proben identifizierten sie 12 DNA-Bereiche, die durchgehend von einem gewissen Grad an Methylierung „verdunkelt“ wurden, in den Missbrauchsopfern.

Wenn dieser Effekt durchgängig in größeren Studien beobachtet wird und genauer erklärt werden kann, schlagen die Wissenschaftler vor, dass er in einem rechtlichen Umfeld praktische Anwendungen haben könnte.

„Die Methylierung wird zunehmend als ein potenziell nützliches Werkzeug bei strafrechtlichen Ermittlungen angesehen – zum Beispiel, indem Ermittlern ungefähr ein Alter von einer Person zur Verfügung gestellt wird, die eine Probe ihrer DNA zurückgelassen hat“, sagte Dr. Michael Kobor von der University of British Columbia, Senior Autor der Translational Psychiatry Studie.

„Es ist also vorstellbar, dass die Korrelationen, die wir zwischen Methylierung und Kindesmisshandlung fanden, eine prozentuale Wahrscheinlichkeit für einen Missbrauch bieten könnten.“

Diese Vision ist jedoch noch weit von der Realität entfernt, und der Prozess der Empfängnis fügt weitere Komplikationen hinzu, da er viele genetische Daten der Väter umstrukturiert und möglicherweise viele der zuvor aufgetretenen Veränderungen löscht.

Dr. Roberts sagte, dass es notwendig sei, ihre Ergebnisse zu replizieren, beschrieb dies jedoch als einen Schritt auf dem Weg zu einer langfristigen Wirkung von Missbrauch, der über Generationen hinausgehen kann.

Übersetzung des Artikels von:

Josh Gabbatiss

Dienstag 2 Oktober 2018 01:05 – Magazin: Independent

Sperma Aufbau

 

Es gibt bereits eine ähnliche deutsche Studie, welche jedoch noch nicht veröffentlicht wurde. Sobald sie offiziell freigegben wird sind wir bemüht sie hier zu vervollständigen.